Fahrwerksoptimierung

Die Druckstufe und ihre Einstellmöglichkeiten
Serien-druckstufenversteller

Die Druckstufe bremst die Einfederbewegung ab. Sie wirkt federunterstützend, allerdings geschwindigkeitsabhängig. Je härter beschleunigt wird, desto größer wird der hydraulische Widerstand. Außerdem leitet sie zu einem gewissen Maße, die Unebenheiten der Fahrbahn ins Fahrwerk und vermittelt dem Fahrer ein Bild der Straßenoberfläche und der Haftgrenze.

High/Low-Speed

Die heutigen Zubehörfederbeine bieten alle eine "doppelte" Druckstufe. Sie besteht aus einer High-/ und einer Low-Speed Einstellung. Ob dies ein Vorteil ist, mag jeder für sich selbst beurteilen. Fakt ist, das es wieder eine Einstellmöglichkeit mehr ist, in der man sich verirren kann. Die Bezeichnung der Einstellung (High/Low) steht nämlich nicht für die gefahrene Geschwindigkeit, sondern für die Einfedergeschwindigkeit der Hinterachse! Bis ca.0,6 m/sec. bedeutet Low-Speed, ab 0,6m/sec. - 1,2m/sec. High-Speed. Die Low-Speed-Dämpfung tritt bei langsamen Federbewegungen (also Asphaltstücke, Ausbrüche) in Aktion. Der Federweg und die Dämpfung werden nur gering beansprucht. Die High-Speed-Dämpfung kommt erst bei schnellen Federbewegungen (harte Bremsmanöver, tiefe Bodenwellen), wo der gesamte Federweg genutzt wird, zum tragen. Auf der Rennstrecke bewegt man sich bspw. nur in ca.1/5 der gesamten Runde (je nach Rennstrecke) im Bereich oberhalb von 0.6 m/sec. Bspw. ist in Brünn der Anteil von High- zu Lowspeed deutlich größer als in Most, da Most deutlich mehr Unebenheiten und flache Wellen, Versatzstücke bietet, die einen deutlichen Einfluß auf die Low-Speed-Dämpfung haben. Was das ganze jetzt noch komplexer bzw. komplizierter gestaltet, ist die Tatsache das eine Federbewegung immer! bei einer Beschleunigung von 0 m/sec. anfängt und auch dort aufhört. Dies wiederum besagt, das die Low-Speed-Dämpfung einen Teil der High-Speed-Dämpfung mit beeinflußt. Sie wird bei jeder Federbewegung mit einbezogen, während die High-Speed-Einstellung nur in dem Bereich oberhalb von 0,6 m/sec. arbeitet.

Generell beträgt die Dämpfkraft der Zugstufe nur rund 1/3 der Zugstufendämpfkraft, da sie eine unterstützende Wirkung für die Feder übernimmt und nicht gegen sie arbeiten muß.